Vier ISV-Eidgenossen beenden 2025 ihre Karriere
2025 geht als einschneidendes Jahr in die Geschichte des Innerschweizer Schwingerverbandes (ISV) ein: Gleich vier profilierte Eidgenossen – Christian Schuler, Alex Schuler, Matthias Herger und Pirmin Reichmuth – haben ihren Rücktritt vom aktiven Schwingsport bekanntgegeben. Mit ihnen verliert der Verband nicht nur sportliche Leistungsträger, sondern auch erfahrene Persönlichkeiten, die über ein Jahrzehnt hinweg das Bild des Innerschweizer Schwingsports geprägt haben.
Christian Schuler – der Rekordmann tritt ab
Mit 123 Kränzen, davon fünf eidgenössischen, und insgesamt 18 Kranzfestsiegen, zählt Christian Schuler zu den erfolgreichsten Schwingern der Innerschweiz.
Sein Rücktritt am Rigi-Schwinget Mitte Juli 2025 kam überraschend – direkt nach seinem letzten Gang erklärte der 36-Jährige, dass seine beeindruckende Karriere nun zu Ende sei.
Schuler stand jahrelang als sicherer Wert im ISV-Kader, war mehrmals nahe an einem ESAF-Podest und prägte das Innerschweizer Spitzenschwingen während fast zwei Jahrzehnten.
Alex Schuler – stiller Abgang eines zweifachen Eidgenossen
Der zweifache Eidgenosse gab seinen Rücktritt beim Tessiner Kantonalschwingfest im September 2025 bekannt – ohne grosse Ankündigung, ohne Zeremonie.
Mit 34 Kränzen und mehreren hervorragenden Saisons gehörte er lange zur erweiterten Spitze im ISV. Sein ruhiges Wesen, seine saubere Technik sowie seine Zuverlässigkeit machten ihn innerhalb des Verbandes zu einem geschätzten Teamkameraden.
Matthias Herger – der Urner Kämpfer sagt Adieu
Auch der Urner Matthias Herger verabschiedete sich 2025 von den Sägemehlringen.
Der zweifache Eidgenosse, bekannt für seine robuste und kampfstarke Art, trat ebenfalls am Tessiner Kantonalen ab – nach insgesamt 37 Kränzen und zahlreichen Spitzenresultaten.
Herger galt über seine gesamte Karriere hinweg als verlässlicher Wert an Berg- und Kranzfesten. Sein grosser Einsatz und sein faires Auftreten machten ihn innerhalb der Innerschweiz zu einem beliebten Publikumsliebling.
Pirmin Reichmuth – das verletzungsgeplagte Ausnahmetalent
Mit Pirmin Reichmuth verliert der ISV eines seiner grössten Talente der letzten Jahrzehnte.
Der 198 cm grosse Zuger, der mit einer einzigartigen Mischung aus Technik, Ruhe und Leichtigkeit beeindruckte, gab seinen Rücktritt am Eidgenössischen in Mollis 2025 bekannt. Trotz eines Meniskusrisses kämpfte er sich dort noch einmal zum eidgenössischen Kranz, dem vierten seiner Karriere.
Reichmuth beendet seine Laufbahn mit 39 Kränzen und neun Kranzfestsiegen. Verletzungen verhinderten, dass er sein volles Potenzial über Jahre ausspielen konnte – dennoch bleibt er als einer der talentiertesten Schwinger seiner Generation in Erinnerung.
Ein historisches Jahr für den ISV
Der gleichzeitige Rücktritt von vier Eidgenossen bedeutet für den ISV einen erheblichen Umbruch. Erfahrung, Routine und Führungsstärke gehen verloren – Qualitäten, die besonders im Hinblick auf Grossanlässe wie das nächste Kilchberg wichtig wären.
Gleichzeitig bietet diese Zäsur eine Chance für junge Talente, in die Fussstapfen der abtretenden Grössen zu treten. Die Innerschweiz verfügt über eine starke Nachwuchsbasis, doch der Verlust von Reichmuth, Schuler, Schuler und Herger und Müllestein wird dennoch spürbar bleiben.
Text: Medienchef Pascal Betschart
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